Abendmahlsfrage

Das reformierte Abendmahlsverständnis unterscheidet sich von dem Luthers und der katholischen Kirchen. Der Heidelberger Katechismus, die wichtigste Bekenntnisschrift der Reformierten, lehnt sowohl die römisch-katholische Lehre der Transubstantiation als auch Luthers Vorstellung von der Anwesenheit des Leibes und Blutes Christi in und unter Brot und Wein (Konsubstantiation) ab.  Zwingli sah das Abendmahl als Zeichen der erinnerten Gegenwart Christi (symbolische Präsenz). Beim Marburger Religionsgespräch im Jahr 1529 konnten sich Luther und Zwingli in 14 von 15 Punkten einigen, im Abendmahlsverständnis nicht.

Zwischen dem Nachfolger Zwinglis in Zürich, Bullinger, und Calvin kam es zu einer Verständigung über die Abendmahlsfrage. Calvin und Bullinger unterschrieben 1549 in Zürich den „Consensus Tigurinus“ (Zürcher Übereinkunft). Diese Übereinkunft bildete die Grundlage für die reformierte Konfession. Es wurde ein Auseinanderdriften der Reformation zwinglischen und des calvinischen Typs verhindert und somit die reformierte Kirche überhaupt erst geschaffen.


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