Johannes Calvin (1509-1564)

Johannes Calvin (Jean Cauvin) wurde am 10. Juli 1509 in Noyon in Frankreich geboren. Er studierte Jura. Nach seiner Bekehrung zur evangelischen Konfession wirkte er vor allem in Genf, trieb aber auch die Reformation in Frankreich voran. Sein besonderes Anliegen war es, auch die Struktur der Kirche nach dem evangelischen Bekenntnis auszurichten, denn die Ordnung, nach der die Kirche lebt, ist Teil ihres Bekenntnisses. Ihrer Aufrechterhaltung und dem gedeihlichen Miteinander dient die Kirchenzucht (vor allem Schlichtung in Streitfällen), die, wie auch die Aufsicht über die Wort-Verkündigung, von den Ältesten ausgeübt wird.

Das theologische Hauptwerk Calvins ist der „Unterricht in der christlichen Religion“ (Insitutio christianae religionis). Calvin arbeitete über zwanzig Jahre seines Lebens an ihr: 1536 gab es die erste Ausgabe. 1559 wurde die endgültige Fassung publiziert. Dazwischen überarbeitete der Reformator das Werk immer wieder. Das zweitwichtigste Werk Calvins sind die Bibelkommentare. Sie sind sehr umfangreich und umfassen beinahe das gesamte Neue Testament (außer dem zweiten und dem dritten Johannesbrief und der Offenbarung) sowie weite Teile des Alten Testaments (außer den Büchern Salomons und einigen historischen Büchern). Calvin gilt neben Huldrych Zwingli (1484-1531) als Begründer der evangelisch-reformierten Konfession. Die reformierten Kirchen in der Welt gehen vor allem auf das Wirken der beiden Schweizer Reformatoren zurück. Die bekannteste Theorie Calvins ist die Prädestinationslehre.

Calvin starb am 27. Mai 1564 in Genf.

Links

Wikipedia - Johannes Calvin

Glossaralphabet

  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z

Sitemap

Logokirchenkreis Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz EKBO Marke