Evangelisch-reformiert

Der Begriff „reformiert “ stammt vom lateinischen „re-formare“ und bedeutet „umgestalten“. Im religiösen Zusammenhang bezeichnete der Begriff „reformiert “ ursprünglich den sich durch Martin Luther reformierenden Teil der christlichen Kirche. Seit der Konkordienformel von 1577 werden die nicht-lutherischen Kirchen der Reformation als „reformiert “ oder „evangelisch-reformiert “ bezeichnet. Der Begriff „evangelisch“ bezieht sich auf die Evangelien. Er bedeutet, „auf die Evangelien zurückgehend“. „Evangelisch“ wird aber auch als ein Synonym für „protestantisch“ genutzt.
Im Zentrum der evangelisch-reformierten Theologie steht die Bibel. Die evangelisch-reformierten Kirchen nehmen das Bilderverbot ernst. Die Kirchenräume sind deshalb recht schlicht gehalten. Die evangelisch-reformierte Kirche kennt zwei Sakramente: die Taufe und das Abendmahl. Die Kirchenverwaltung ist kollegial.

Heute sind zirka 80 Millionen Menschen in 107 Ländern Mitglied einer evangelisch-reformierten Kirche. In Deutschland bekennen sich beispielsweise 2,3% der Bevölkerung zum reformierten Glauben. In der Schweiz sind es 36 %, in den Niederlanden 21 % und in Ungarn 20 % der Bevölkerung. Die reformierten Kirchen in der Welt gehen vor allem auf das Wirken der Schweizer Reformatoren Calvin und Zwingli zurück. Die reformierten Kirchen gehören zur evangelischen Kirche und haben sich zum Reformierten Weltbund zusammengeschlossen. Die reformierten Kirchen in Deutschland sind im Reformierten Bund in Deutschland (RBD) verbunden.

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