Französisch-reformierte Gemeinde Prenzlau

Die Kirche der Französisch-reformierten Gemeinde Prenzlau ist das ehemalige Franziskanerkloster. Es wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Das Gotteshaus ist eine der ältesten Franziskanerkirchen Deutschlands. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erfolgte der Einbau der Gewölbe. Zwischen 1536 und 1543 wurde das Kloster säkularisiert. Die Klostergebäude, außer der Kirche, sind 1735 komplett abgerissen worden. 1598 erneuerte die evangelisch-lutherische Gemeinde das Gebäude und nutzte es unter dem Namen „Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit“.

Die französisch-reformierte Kolonie Prenzlau wurde 1687 gegründet. Seit 1694 wurde die Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit von der reformierten Gemeinde genutzt. Sie musste jedoch wegen Baufälligkeit 1774 aufgegeben werden. 1846 schenkte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) die Kirche der reformierten Gemeinde von Prenzlau. Von 1848–1865 wurde das Kirchengebäude umgebaut und neugestaltet, so dass es ab 1865 wieder für den Gottesdienst genutzt werden konnte.

1975 musste die Kirche erneut aufgegeben werden. Dies führte zu Vandalismusschäden sowie dazu, dass 1991 der östliche Teil des Dachstuhls einstürzte. Erst 1993-1994 erfolgten Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen. 1994 war der Außenbereich wieder instandgesetzt. 1995 konnte das erste Konzert in der wiederhergestellten Kirche aufgeführt werden.

Heute wird die Kirche hauptsächlich für Konzerte und Ausstellungen genutzt. Der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e. V. engagiert sich für den Erhalt der Kirche. Die französisch-reformierte Gemeinde Prenzlau verfügt nur noch über sehr wenige Mitglieder, so dass sie aus eigener Kraft nicht für den Unterhalt der Kirche aufkommen kann und die Kirche auch nicht für Gottesdienste nutzt.

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Wikipedia - Prenzlau

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