Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Lindenhagen

Kirchengebäude Lindenhagen

Die Feldsteinkirche von Lindenhagen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Als sich im 17. Jahrhundert Glaubensflüchtlinge in dem Ort ansiedelten, setzten sie die verfallene Kirche wieder instand. Zu dieser Zeit vergrößerte man die Fenster und mauerte zwei Portale auf der Nordseite der Kirche zu. Auf der Wetterfahne des Turmaufsatzes ist das Jahr der Wiederherstellung der Kirche zu lesen. Es war 1706. Der Turmaufsatz seinerseits entstand 1793. Die Empore und das Gestühl stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Der Abendmahlstisch ist gemauert. Die Kanzel ist aus Holz und stammt aus dem Jahr 1708. Sie ist mit gedrechselten Säulen verziert und wird von einem Schalldeckel bekrönt. An der Tür zur Kanzeltreppe ist der Schwan, das Wappentier Prenzlaus, zu sehen. Ab 1465 gehörte der Ort Lindenhagen (damals noch Hindenburg) der Stadt Prenzlau.

Kirchengebäude Beenz

Die Feldsteinkirche in Beenz stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche zerstört. Nachdem sich ab 1699 französische Glaubensflüchtlinge im Ort ansiedelten, wurde die Kirche durch Familien reformierten Glaubens 1792–1793 wiedererbaut. Eine Gedenktafel im Inneren der Kirche erinnert an die Menschen, die sich beim Wiederaufbau der Kirche engagiert haben. Bei dieser Wiedererrichtung entstand auch der Westturm. Die ursprünglich spitzbogigen Fenster wurden rundbogig vergrößert. Die Kirchenglocke stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Der Innenraum der Kirche ist in Gelbtönen gehalten. Er wurde 1999 saniert. Der Kanzelaltar entstand 1752 unter Einbeziehung des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kanzelkorbes. Davor steht der Abendmahlstisch mit der aufgeschlagenen Bibel. Das Gestühl und die Emporen stammen aus vom Ende des 18. Jahrhunderts.

Die Orgel hat ihren Platz auf der Orgelempore über dem Eingang in den Kirchenraum. Sie wurde 1874 von Herrmann Müller aus Oranienburg erbaut. Der Orgelprospekt ist im neogotischen Stil gehalten. Ulrich Fahlberg aus Eberswalde restaurierte sie 1983 und baute sie um.

Der Turm wurde 1983 restauriert. Die Jahreszahlen des Wiederaufbaus der Kirche sowie der Restaurierung des Kirchenturms sind auf der Wetterfahne, die den Turm krönt, zu lesen.

Kirchengemeinde

Ab 1687 siedelten sich hugenottische Glaubensflüchtlinge in Lindenhagen (damals noch Hindenburg) an. Die Gemeinde wuchs schnell auf fast 300 Glieder an, da sich auch im Nachbarort Beenz französische und pfälzische Kolonisten ansiedelten. 1697 erfolgte die Gründung der Evangelisch-reformierten Gemeinde Lindenhagen und Beenz.

2013 schlossen sich die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Lindenhagen, die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Beenz und die Französisch-reformierte Kirchengemeinde Prenzlau zur Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lindenhagen zusammen. Diese Gemeinde bildet mit der Evangelisch-lutherischen Gemeinde Sternhagen einen Pfarrsprengel im lutherischen Kirchenkreis Uckermark. Der Name des Pfarrsprengels ist Sternhagen-Lindenhagen.

Heute trifft sich die Lindenhagener Gemeinde für die Gottesdienste meist im Pfarrhaus.

Adresse

Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Lindenhagen
Hindenburger Platz 22
17291 Nordwestuckermark
Telefon: 03 98 56 / 2 72

Links

  •  
  • lindenhagen
  • lindenhagen
  •  
  •  
  • lindenhagen
  • lindenhagen
  •  
  •  
  • lindenhagen
  • lindenhagen
  •  
  • Verwandte Links
  • Klein Ziethen
  • Bergholz
  • Groß Ziethen

Sitemap

Logokirchenkreis Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz EKBO Marke