Kirchenverwaltung

Als im 17. Jahrhundert Glaubensflüchtlinge nach Brandenburg kamen, erhielten sie eine eigene Kirchenverwaltung. Sie wurden nicht, wie sonst üblich, durch Synoden geleitet, die die Mehrheitsbeschlüsse umsetzten. Die französisch-sprachigen Gemeinden wurden dem Französischen Oberdirektorium und die deutschsprachigen Gemeinden dem Reformierten Oberkirchendirektorium in Berlin unterstellt. Nur auf lokaler Ebene gab es die gewohnte Kirchenordnung, das heißt Ältesten(anciens) wurden gewählt und Armenpfleger/Diakone (diacons) bestellt. Die Ältesten bildeten mit dem örtlichen Prediger das Presbyterium (consistoire), das über alle Gemeindebelange entschied. 1717 gab es in Brandenburg-Preußen eine Agende, die die Liturgie und Sakramentenverwaltung vereinheitlichte. Die Agende orientierte sich an der kurpfälzischen Kirchenordnung von 1563.

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