Protestantismus

Der Begriff „Protestantismus“ ist auf die „Protestation“ von sechs Fürsten und 14 oberdeutschen Städten beim Reichstag zu Speyer im Jahr 1529 zurückzuführen. Eine Protestation war ein juristischer Einspruch. Die Protestation von 1529 richtete sich gegen die Verhängung der Reichsacht gegen Martin Luther sowie gegen die Ächtung der Lutherischen Schriften und Lehre. Die protestierenden Fürsten und Städte forderten die Möglichkeit der ungehinderten Ausbreitung der evangelischen Lehre.
Auf dem Reichstag zu Worms 1521 waren die Schriften Martin Luthers verboten worden (Wormser Edikt). Über Luther und seine Anhänger war die Reichsacht erhoben worden. Auf dem Reichstag zu Speyer 1526 wurde beschlossen, die Durchsetzung des Edikts von Worms den Reichsfürsten zu überlassen. Auf dem nächsten Reichstag zu Speyer im Jahr 1529 wollte Kaiser Karl V. (1519–1556) diesen Beschluss wieder aufheben lassen. Die Reichsfürsten und -städte fürchteten durch einen Mehrheitsbeschluss wieder zum katholischen Glauben gezwungen zu werden und legten deshalb Protest ein. Daraus entstand die Bezeichnung „Protestanten“ für diejenigen, die der Reformation anhängen.

Links

Wikipedia - Kaiser Karl V.
Wikipedia - Wormser Edikt
Hugenotten in Strasburg

Glossaralphabet

  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z

Sitemap

Logokirchenkreis Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz EKBO Marke