Spandau

Die reformierte Gemeinde in Spandau wurde um 1670 gegründet. Sie nahm einen Aufschwung, nachdem französische Glaubensflüchtlinge und Waldenser sich 1688 in dem Ort niederließen. Die französische Kolonie Spandau wurde 1689 gegründet und hatte bis ins Jahr 1735 eigene Geistliche. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. verfügte, dass sich die Gemeindeglieder zur Potsdamer Gemeinde halten sollten und besetzte die Pfarrstelle nicht mehr. Der größere Teil der Gemeindeglieder ging daraufhin zur Potsdamer Gemeinde, einige Gläubige gingen nach Berlin zur deutsch reformierten Kirche. Die Kirchenbücher wurden für die reformierte Spandauer Gemeinde bis 1742 geführt. Die Kirche der reformierten Gemeinde befand sich am nördlichen Ende der Spandauer Jüdenstraße. Als die Stadt Spandau eine Erweiterung des benachbarten Gymnasiums wünschte, erwarb sie das Grundstück der Johanniskirche. Das Gotteshaus wurde 1902 abgerissen. Die Orgel von Johann Wilhelm Grüneberg (1751–1808), die 1783 für die reformierte Johanniskirche entstanden war, befindet sich heute in der Französischen Kirche in Potsdam.

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Jüdenstraße - Johanniskirche

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