Französisch-reformierte Gemeinde
Klein Ziethen


Kirchengebäude: Die Kirche in Klein Ziethen stammt vermutlich aus der Ursprungszeit des Ortes, dem 13. Jahrhundert. Sie ist ein einfacher, verputzter, rechteckiger Feldsteinbau aus der Spätgotik. Nach 1685 wurde sie erneuert und stand dann den seit 1686 in Klein Ziethen angesiedelten Refugiés aus Frankreich als Kirche zur Verfügung. Der Westturm aus Backstein mit seinen Rundbögen entstand 1880. Er ist mit einem Kreuz bekrönt. Die Kirche ist in ihrem Inneren geteilt in eine Sommer- und eine Winterkirche.


In die Winterkirche gelangt man unmittelbar, wenn man nach dem Verlassen des Eingangsbereichs im unteren Teil des Westturms das Kircheninnere betritt. Durch Scheiben und Türen vom übrigen Kirchenraum abgetrennt, gibt es hier einen beheizbaren Raum, der im Winter für die Gottesdienste genutzt wird. In ihm stehen ein Abendmahlstisch und Bänke. Die Sommerkirche befindet sich im östlichen Teil der Kirche. Im 19. Jahrhunderts wurde nicht nur der Westturm angebaut, auch das Innere der Kirche wurde umgestaltet. Die Kirche erhielt ein Tonnengewölbe, das mit floralen Verzierungen bemalt wurde.
Die Kanzel ist mit Kreuzen und kleinen Säulen verziert. Sie verfügt über einen Schalldeckel, der im Inneren mit einem Stern aus dem Himmelsgewölbe verziert ist. Auf der Westempore befindet sich die Orgel. Sie stammt von dem Orgelbauer Friedrich Kienscherf (1818–1890) aus Eberswalde und entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie verfügt über ein Manual und acht Register. Die Orgel wird noch heute per Hand mit einem Blasebalg betrieben. Der Orgelprospekt wird von einem Kreuz bekrönt.


An der Nordwand der Kirche hängt ein großes hölzernes Kreuz. An der östlichen Wand, neben der Kanzel hängt eine Gedenktafel für die Gefallenen des Befreiungskrieges und des Ersten Weltkrieges aus der Gemeinde Klein Ziethen. Zu DDR-Zeiten wurde die Kirche von außen grau verputzt und mit Betonsteinen eingedeckt. Die Kirche ist restaurierungsbedürftig. Jede Spende dafür ist willkommen.

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