Französisch-reformierte Gemeinde
Senftenhütte


Kirchengebäude: Der Ort Senftenhütte wurde 1706 gegründet. Die erste Kirche im Ort entstand vermutlich in den 1730er Jahren. Als diese verfiel, wurde 1803–1810 unter der Leitung von Johann Friedrich Mütze aus Eberswalde an derselben Stelle eine neue Kirche errichtet. Sie besteht aus einem Saalbau aus Spaltsteinmauerwerk, ist mit Backstein gegliedert und verfügt über ein Walmdach. Der quadratische Westturm besteht aus Backstein und wurde 1931 erbaut. Im Inneren der Kirche befindet sich eine kassettierte Holzdecke. Neben dem Abendmahlstisch steht die älteste Glocke der Kirche. Die aus dem Jahr 1728 stammende Glocke ist nicht mehr funktionsfähig, da sie gesprungen ist. Auf ihr ist ein Taufbecken installiert worden. Es hat die Form eines Tellers. In der Mitte dieses Tellers ist eine Taube abgebildet. Das Taufbecken wurde von dem Choriner Kunstschmiedemeister Karl Kirchner geschaffen.
Die Kirche besaß ehemals drei Glocken. Eine ist gesprungen und hält heute das Taufbecken. Die zweite wurde im Ersten Weltkrieg für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Im Kirchturm läutet somit heute nur noch eine Glocke.


Kirchengemeinde:1686 siedelten sich Emigrantenfamilien aus Frankreich, ab 1689 auch aus der Pfalz in Groß Ziethen und Klein Ziethen an. Sie bildeten eine eigene Gemeinde mit einem französisch-reformierten Pfarrer. Bis 1813 wurden die Gottesdienste in Groß Ziethen in französischer Sprache abgehalten.
Die Gemeinden Groß Ziethen und Klein Ziethen sind die einzigen im Barnim, die ihre reformierte Tradition über mehr als 325 Jahre erhalten haben.

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