Zweig, Stefan (1881–1942)

Stefan Zweig schrieb den Roman „Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt“ (1935/36) im Exil. 1934 hatte er Salzburg verlassen, um nach London zu gehen. Zweig klagt in seinem Werk die Herrschaft der Nationalsozialisten an. Der Roman „Castellio gegen Calvin …“ ist keine historisch genaue Studie über Calvin, sondern handelt vom nationalsozialistischen Deutschland. So spricht Zweig beispielsweise von einer angeblichen „Machtergreifung“ Calvins und seinem vermeintlichen Versuch einer „Gleichschaltung“ der Genfer Bürger. Die diktatorische Position, die Zweig Calvin in seinem Roman zuweist, hatte der Reformator in Genf nie inne. Calvin führte in Genf kein politisches Amt. Er erhielt die Bürgerrechte der Stadt Genf erst vier Jahre vor seinem Tod. Calvin galt zuvor als Ausländer und rechnete eher damit, dass er die Stadt wieder verlassen müsse. Seine Schriften unterstanden der städtischen Zensur.

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