Logokirchenkreis Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz

AKTUELLES

Erzählcafé - Gespräche in gemütlicher Runde

Brandenburg, Gemeindehaus, 18.04., 18.30 Uhr

Das besondere und etwas andere Café. Zuhören, erzählen, genießen. Erfahren Sie mehr von ihrem Mitmenschen. Pfarrer Malte Koopmann leitet diese besondere Reihe, die sich an alle richtet, denen ein bestimmtes Thema am Herzen liegt oder einfach Spaß daran haben einander kennenzulernen. Nicht nur für Gemeindemitglieder!

  • Kaffetasse mit Sofa
  • Erzählcafé - Gespräche in gemütlicher Runde

    Brandenburg, Gemeindehaus

    Das besondere und etwas andere Café. Zuhören, erzählen, genießen. Erfahren Sie mehr von ihrem Mitmenschen. Pfarrer Malte Koopmann leitet diese besondere Reihe, die sich an alle richtet, denen ein bestimmtes Thema am Herzen liegt oder einfach Spaß daran haben einander kennenzulernen. Nicht nur für Gemeindemitglieder!

    "Erzählcafé – das sagt mir nichts, werden vielleicht viele von Ihnen denken. Verwunderlich ist das nicht, denn die Brandenburger Gemeinde lud erstmals im Dezember zu diesem neuen Veranstaltungsformat ein. Brandenburger und Nicht-Brandenburger, Gemeindeglied oder nicht, Jung oder „nicht mehr ganz so jung“, Nähe zur Kirche oder nicht – jeder ist herzlich willkommen. Zuhören, erzählen, ein Glas Bier oder Wein genießen (oder zwei oder drei...) – künftig öffnet das Erzählcafé in der Ritterstraße einmal im Quartal seine Pforten. Zwar ist das Gemeindehaus kein Kaffeehaus, aber lockere Café-Stimmung lässt sich zaubern. Fehlen nur noch etwas Phantasie und ein spannendes Thema."

    Sabine Dörr

    Ort und Zeit

    Termin des nächsten Erzählcafés ist der 18. April, ab 18:30 Uhr in Brandenburg, Gemeindehaus, Ritterstraße 94

Losung des Monats

April 2018

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

Johannes 20,21

  • Vogel
  • Die Jahreslosung 2018

    Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

    Offenbarung 21,6

  • Bibelkontext: Erscheinung vor den Jüngern

    19 Es war am Abend eben jenes ersten Wochentages - die Jünger hatten dort, wo sie waren, die Türen aus Furcht vor den Juden verschlossen -, da kam Jesus und trat in ihre Mitte, und er sagt zu ihnen: Friede sei mit euch! 20 Und nachdem er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Seite; da freuten sich die Jünger, weil sie den Herrn sahen. 21 Da sagte Jesus noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22 Und nachdem er dies gesagt hatte, hauchte er sie an, und er sagt zu ihnen: Heiligen Geist sollt ihr empfangen! 23 Wem immer ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie festhaltet, dem sind sie festgehalten.

    Johannes 20, 19-23

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

  • Was sind die Losungen?

    Die Losungen sind Gottes Wort für jeden Tag

    Die Losungen sind ein Weg, Gottes Wort mit dem Alltag zu verbinden. Für jeden Tag des Jahres bieten sie [...] Bibelworte [...] aus der christlichen Tradition.

    Die Losungen sind Gottes Wort in 50 Sprachen

    Die Losungen erscheinen in 50 Sprachen in aller Welt. Sie verbinden Menschen unterschiedlicher Kulturen und Konfessionen. Allein in deutscher Sprache haben die Losungen [in gedruckter Form. Anmerk.] eine Auflgae von einer Million Exemplaren.

    Die Losungen sind Gottes Wort seit 283 Jahren

    Die Losungen erscheinen jedes Jahr seit 1731, ohne Unterbrechung. Seither sprechen sie zu ganz unterschiedlichen Menschen, über alle Wechsel der Gesellschaftsordnung hinweg.

    Quelle: Die Losungen 2013. Friedrich Reinhardt Verlag 2012. Covertext.

Rätsel des Monats

April 2018

Durch eine kurze bildhafte Erzählung, die sein Markenzeichen ist, beantwortet DER Meister die Frage eines ordinierten Theologen, wie man wohl den Gnadenlohn erlangen kann. Der Plot lautet: Reisender im Westjordanland wird von anderen unerwartet ausgenutzt und erfährt die Welt als grausamen Ort. Findet sich am nächsten Morgen mit Wundverband im Hotel garni wieder, Rechnung bezahlt.

  • Rätselblatt
  • Informationen zum Sprachrätsel des Monats

    Die Bibel ist ein Buch voll von Geschichten, deren Plotlinien sich in unser kulturelles Gedächtnis eingeschrieben haben. Monatlich möchten wir ihnen ein biblisches Sprachrätsel präsentieren, dass auf eine dieser Plotlinien verweist.

    Ihre Aufgabe wird sein die Bibelstelle zu finden. Unser Ziel ist es, dass sie mit Spass und Ergeiz ihre detektivischen Fähigkeiten im Buch der Bücher schulen, und durch eifriges lesen der Lösung auf die Spur kommen.

    Manche der Rätsel werden einfacher sein, da sie sich aus kanonischen Geschichten speißen, aber manche werden auch eine harte Nuss, selbst für Belesene, sein. Natürlich werden wir sie nicht allein lassen und ihnen unter "Hilfe" einen kleinen Tipp geben.

    Wir wünschen Ihne viel Spaß beim Lesen und Rätseln

  • Eine kleine Starthilfe

    Natürlich geben wir Ihnen einen kleinen Tipp.

    Lesen Sie das Lukasevangelium. Hier finden eine Geschichte über den berühmtesten Helfenden der Literaturgeschichte, dessen Name noch heute in der Schweiz den Notfallrettern eigen ist.

  • Lösung

    Die Geschichte vom barmherzigen Samaritaner

    Lukas 10, 25-37

    25 Da stand ein Gesetzeslehrer auf und sagte, um ihn auf die Probe zu stellen: Meister, was muss ich tun, damit ich ewiges Leben erbe? 26 Er sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du da? 27 Der antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit all deiner Kraft und mit deinem ganzen Verstand, und deinen Nächsten wie dich selbst. 28 Er sagte zu ihm: Recht hast du; tu das, und du wirst leben. 29 Der aber wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? 30 Jesus gab ihm zur Antwort: Ein Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber. Die zogen ihn aus, schlugen ihn nieder, machten sich davon und liessen ihn halb tot liegen. 31 Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab, sah ihn und ging vorüber. 32 Auch ein Levit, der an den Ort kam, sah ihn und ging vorüber. 33 Ein Samaritaner aber, der unterwegs war, kam vorbei, sah ihn und fühlte Mitleid. 34 Und er ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm. Dann hob er ihn auf sein Reittier und brachte ihn in ein Wirtshaus und sorgte für ihn. 35 Am andern Morgen zog er zwei Denare hervor und gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn! Und was du darüber hinaus aufwendest, werde ich dir erstatten, wenn ich wieder vorbeikomme. 36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist dem, der unter die Räuber fiel, der Nächste geworden? 37 Der sagte: Derjenige, der ihm Barmherzigkeit erwiesen hat. Da sagte Jesus zu ihm: Geh auch du und handle ebenso.


    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

Worte des Monats

April 2018

Die Evangelisten Matthäus, Markus Lukas und Johannes legen jeweils ihre eigenen Schwerpunklte und ihre eigene Theologie in ihre Berichte über das Leben Jesu. Die größte Übereinstimmung in ihren Evangelien findet sich in der Beschreibung der Kreuzigung Jesu.

  • offenes Buch
  • Über die Worte

    Diese neue Sektion auf der Seite des Reformierten Kirchenkreises widmet sich den Mitgliedern, die in den Gemeinden interessante Texte veröffentlichen. Beginnen möchten wir mit den Geistlichen. Jeden Monat veröffentlichen sie interessante Texte in den jeweiligen Gemeindebriefen. Wir möchten diese hier besonders herausheben, ihnen ein kleines Forum geben, so dass sie alle Interessierten schnell finden, lesen, und sich ihre Gedanken machen können.

  • WORTE

    Thema: Der Tod Jesu im Spiegel der Evangelisten

    Dieses Mal von Meike Waechter

    Die Evangelisten Matthäus, Markus Lukas und Johannes legen jeweils ihre eigenen Schwerpunklte und ihre eigene Theologie in ihre Berichte über das Leben Jesu. Die größte Übereinstimmung in ihren Evangelien findet sich in der Beschreibung der Kreuzigung Jesu. Alle vier schildern die Kreuzigung ausführlich und detailliert.

    Trotz der großen Übereinstimmung unterscheiden sie sich wiederum in ganz zentralen Punkten. So überliefern sie unterschiedliche letzte Worte, die Jesus sterbend am Kreuz spricht. Damit legen sie auf diese letzten Worte ein besonderes Gewicht. Die letzten Worte können als Deutung für das ganze Leben Jesu gelesen werden oder als abschließenedes Vermächtnis, das gleichzeitig neue Perspektiven eröffnet.

    Matthäus und Markus betonen die menschliche Seite Jesu, indem sie seinem Leiden am Kreuz Raum geben. Als letzte Worte überliefern sie den Schrei Jesu, der seine Verzweiflung und Gottverlassenheit zum Ausdruck bringt:

    Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

    Ganz anders der Evangelist Johannes. Er betont Jesu göttliche Seite und seine Souveränität. Bis zum Schluss bleibt er der Handelnde, der das Geschehen beeinflusst und in der Hand hat. So schreibt Johannes:

    Jesus spricht: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und verschied.

    Aus diesen letzten Worten spricht Johannes Perspektive auf Jesu ganzes Leben und Tod. Zwei Aspekte kommen hier zum Ausdruck.

    a) Es ist vollbracht - bezieht sich auf die Sendung Jesu Christi: In seinem Tod vollendet sich die Offenbarung Gottes, von der sein ganzes Leben Zeugnis ablegt.

    b) Es ist vollbracht - beschreibt auch die Vollendung der Liebe Christi zu den Seinen. Jesu Tod ist der Höhepunkt seiner Hingabe.

    Wir wissen nicht, welche Worte Jesus tatsächlich sterbend am Kreuz sprach. Das ist jedoch auch gar nicht entscheidend. Denn die vier Evangelisten geben uns durch ihre unterschiedlichen Interpretationen des Todes Jesu die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Dadurch wird deutlich, dass sich Jesu Leben und Tod auf vielfältige Art und Weise deuten lässt. Und wir werden herausgefordert, immer wieder zu hinterfragen, welche Deutung uns persönlich wichtig ist.

    Meike Waechter

    Quelle: Die Hugenottenkirche. März 2018. Meike Waechter.

    Bibelkontext: Matthäusevangelium - Der Tod Jesu

    45 Von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. 46 Um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lema sabachtani!, das heisst: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen! 47 Als einige von denen, die dort standen, das hörten, sagten sie: Der ruft nach Elija. 48 Und sogleich lief einer von ihnen hin und nahm einen Schwamm, tränkte ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. 49 Die anderen aber sagten: Lass doch, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn rettet. 50 Jesus aber schrie noch einmal mit lauter Stimme und verschied. 51 Und siehe da: Der Vorhang im Tempel riss entzwei von oben bis unten, und die Erde bebte, und die Felsen barsten, 52 und die Gräber taten sich auf, und die Leiber vieler entschlafener Heiliger wurden auferweckt. 53 Nach der Auferweckung Jesu kamen sie aus den Gräbern hervor und zogen in die heilige Stadt und erschienen vielen. 54 Als aber der Hauptmann und seine Leute, die Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und was da geschah, fürchteten sie sich sehr und sagten: Ja, der war wirklich Gottes Sohn! 55 Es waren dort viele Frauen, die von ferne zuschauten; sie waren Jesus aus Galiläa gefolgt und hatten ihn unterstützt. 56 Unter ihnen waren Maria aus Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus und des Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.

    Matthäus 27, 45-56

    Bibelkontext: Markusevangelium - Der Tod Jesu

    33 Und zur sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. 34 Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloi, eloi, lema sabachtani!, das heisst: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen! 35 Und einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija! 36 Da lief einer hin, tränkte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken, und er sagte: Lasst mich, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt. 37 Da stiess Jesus einen lauten Schrei aus und verschied. 38 Und der Vorhang im Tempel riss entzwei von oben bis unten. 39 Als aber der Hauptmann, der ihm gegenüberstand, ihn so sterben sah, sagte er: Ja, dieser Mensch war wirklich Gottes Sohn! 40 Es waren aber auch Frauen da, die von ferne zuschauten, unter ihnen Maria aus Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus des Kleinen und des Jose, und Salome, 41 die ihm gefolgt waren und ihn unterstützt hatten, als er in Galiläa war, und noch viele andere Frauen, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.

    Markus 15, 33-41

    Bibelkontext: Johannesvangelium - Kreuzigung und Tod Jesu

    Sie übernahmen nun Jesus. 17 Er trug sein Kreuz selber und ging hinaus zu der sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgota heisst. 18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte aber Jesus. 19 Pilatus liess auch eine Tafel beschriften und sie oben am Kreuz anbringen. Darauf stand geschrieben: Jesus von Nazaret, der König der Juden. 20 Diese Inschrift nun lasen viele Juden, denn die Stelle, wo Jesus gekreuzigt wurde, lag nahe bei der Stadt. Sie war in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache verfasst. 21 Da sagten die Hohen Priester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden. 22 Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. 23 Nachdem nun die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen Teil, dazu das Untergewand. Das Untergewand aber war ohne Naht, von oben an am Stück gewoben. 24 Da sagten sie zueinander: Wir wollen es nicht zerreissen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte die Schrift in Erfüllung gehen, die sagt: Sie haben meine Kleider unter sich verteilt, und über mein Gewand haben sie das Los geworfen. Das also taten die Soldaten. 25 Beim Kreuz Jesu aber standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. 26 Als nun Jesus die Mutter und den Jünger, den er liebte, neben ihr stehen sieht, sagt er zur Mutter: Frau, da ist dein Sohn. 27 Dann sagt er zum Jünger: Da ist deine Mutter. Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie zu sich. 28 Danach spricht Jesus im Wissen, dass schon alles vollbracht ist: Mich dürstet! So sollte die Schrift an ihr Ziel kommen. 29 Ein Gefäss voll Essig stand da, und so tränkten sie einen Schwamm mit Essig, steckten ihn auf ein Ysoprohr und führten ihn zu seinem Mund. 30 Als Jesus nun den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und er neigte das Haupt und verschied.

    Johannes 19, 17-30

    Bibelkontext: Lukasevangelium - Der Tod Jesu

    44 Und es war schon um die sechste Stunde, und eine Finsternis kam über das ganze Land bis zur neunten Stunde, 45 und die Sonne verfinsterte sich; und der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei. 46 Und Jesus rief mit lauter Stimme: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Mit diesen Worten verschied er. 47 Als aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sagte: Dieser Mensch war tatsächlich ein Gerechter! 48 Und alle, die sich zu diesem Schauspiel zusammengefunden und gesehen hatten, was da geschah, schlugen sich an die Brust und gingen nach Hause. 49 Alle aber, die ihn kannten, standen in einiger Entfernung, auch die Frauen, die ihm aus Galiläa gefolgt waren, und sahen alles.

    Lukas 23, 44-49

SERIE - Pflanzen in der Bibel

Der Maulbeerfeigenbaum und seine Früchte

Der Maulbeerfeigenbaum (ficus sycomorus) ist im Heiligen Land seit etwa 5000 Jahren bekannt und neben dem Olivenbaum eine der bedeutensten Nutzpflanzen. Auch wenn die Dattelpalme die Pflanzenart ist, die in der Bibel am häufigsten erwähnt wird, ist diese Pflanze die erste, die Erwähnung findet.

  • Feigenblatt Großaufnahme
  • Serie Pflanzen in der Bibel - Der Maulbeerfeigenbaum (ficus sycomorus) und seine Früchte

    Die Feige ist eine Pflanze, die viele Arten und Gattungen umfasst. Bäume, Sträucher und Lianen und Epiphyten gehören unter anderem dazu. Seinen Ursprung haben diese Gewächse in Asien. Auch haben sich einige der Pflanzen in unser Zimmer geschlichen. Darunter ist z.B. die Birkenfeige (ficus benjamina) oder der Gummibaum (ficus elastica).

    Die Pflanze bei der es in der Bibel geht, handelt es sich um die Maulbeerfeige. Maulbeerfeigen sind große Bäume, die etwa zwischen 10 und 15 Meter Höhe haben können. Auf ihrer Spitze befindet sich eine mächtige Baumkronedie einen Umfang bis zu 25 Meter erreichen kann. Typisch für ihre Blätter sind die etwa handflächengroßen, tief gelappten Blätter. Mehrmals im Jahr kann dieser Baum Früchte tragen, so dass mehrmals im Jahr geerntet werden kann und reife und unreife Früchte nebeneinander hängen. Ebenso wie seine Vielseitigkeit in der Gattung, ist es der Gebrauch der Früchte. Sie werden entweder frisch, getrocknet oder geröstet gegessen, zu köstlichen Kuchen können sie verbacken (1 Sam 25,18) werden oder sogar zu Alkohol vergoren werden. Das hebräische Wort für Feige ist "feg", davon abgeleitet ist die lateinische Bezeichnung ficus. Ein anderes Wort für den Maulbeerfeigenbaum ist auch Sykamore. Mit den Pilgern ist das Wort "sycamore" auch in die Neue Welt gebracht worden, wo es seine Bedeutung, z.B. botanisch geändert hat, da es die einheimischen Platanengewächse bezeichnet. Ebenso gibt es unzählige Städte in den Vereinigten Staaten die den Namen der ersten Pflanze, die in der Bibel erwähnt wird enthalten.

    Es ist das Feigenblatt das seine Erwähnung in der Genesis findet. Mit ihm bedecken sich der Adam und die Eva der Menschheit, als sie die Früchte von dem verbotenen Baum essen und sie sich ihrer Scham bewusst werden.

    1 Die Schlange aber war listiger als alle Tiere des Feldes, die der HERR, Gott, gemacht hatte, und sie sprach zur Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen? 2 Und die Frau sprach zur Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen. 3 Nur von den Früchten des Baumes in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: Ihr dürft nicht davon essen, und ihr dürft sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt. 4 Da sprach die Schlange zur Frau: Mitnichten werdet ihr sterben. 5 Sondern Gott weiss, dass euch die Augen aufgehen werden und dass ihr wie Gott sein und Gut und Böse erkennen werdet, sobald ihr davon esst. 6 Da sah die Frau, dass es gut wäre, von dem Baum zu essen, und dass er eine Lust für die Augen war und dass der Baum begehrenswert war, weil er wissend machte, und sie nahm von seiner Frucht und ass. Und sie gab auch ihrem Mann, der mit ihr war, und er ass. 7 Da gingen den beiden die Augen auf, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Und sie flochten Feigenblätter und machten sich Schurze.

    Genesis 3, 1-7

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

    Plinius schreibt in seiner Enzyklopädie des gesamten naturkundlichen Wissen des Altertums "Naturalis Historia" über das Ritzen der Frucht, auf dass sie dadurch besser reifen konnte. Dass dies eine veritable Tätigkeit war, zeigt die Bibelstelle im Buch Amos. Bevor er von Gott berufen wurde, lebte er von der Land- und Viehwirtschaft, und züchtete wohl Maulbeerbäume. In seinen Reden drohte er das göttliche Gericht an.

    Daraufhin sprach Amos zu Amazja: Ich bin kein Prophet, und ich bin kein Schüler eines Propheten, sondern ich bin ein Viehhirt und ritze Maulbeerfeigen.

    Amos 7, 14

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

    Im Heiligen Land und Nordafrika waren die Bäume zwar zahlreich, aber trotzdem sehr wertvoll. Da das Holz sehr hart und haltbar war, verwendeten schon die Ägypter es zur Herstellung von Sarkophagen. Auch als Konstruktionsmaterial für Dächer war es ein beliebtes Holz. Um den Pharao zu bestrafen zerstörte Gott deshalb die wertvollen Bäume mit einem Gewitter. Im Alten Testament wird davon erzählt dass die Bäume im Land der Philister, dass zwischen dem Bergland Judäas und der Mittelmeer-Küstenebene liegt, so wertvoll waren, dass sie der königlichen Verwaltung unterstanden und extra bewacht wurden.

    Ziegelmauern sind gefallen, mit Quadersteinen werden wir bauen; Maulbeerfeigenbäume wurden abgehauen, durch Zedern werden wir sie ersetzen.

    Jesaja 9, 9

    Er zerschlug mit Hagel ihren Weinstock und ihre Maulbeerbäume mit Gewitter.

    Psalter 78, 47

    Und über die Ölbäume und Maulbeerbäume in der Schefela hatte Baal-Chanan, der Gederiter, die Aufsicht, und über die Ölvorräte Joasch.

    Psalter 78, 47

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

    Im sonnigen und heißen Palestina pflanzte man die Bäume gerne als Schattenspender am Straßenrand. Diesen nutze ein kleingewachsener Zöllner namens Zachäus, um Jesus beim Einzug nach Jericho sehen zu können.

    1 Und er kam nach Jericho und zog durch die Stadt. 2 Und da war ein Mann, der Zachäus hiess; der war Oberzöllner und sehr reich. 3 Und er wollte unbedingt sehen, wer dieser Jesus sei, konnte es aber wegen des Gedränges nicht, denn er war klein von Gestalt. 4 So lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn sehen zu können; denn dort sollte er vorbeikommen. 5 Als Jesus an die Stelle kam, schaute er nach oben und sagte zu ihm: Zachäus, los, komm herunter, denn heute muss ich in deinem Haus einkehren. 6 Und der kam eilends herunter und nahm ihn voller Freude auf. 7 Und alle, die es sahen, murrten und sagten: Bei einem sündigen Mann ist er eingekehrt, um Rast zu machen. 8 Zachäus aber trat vor den Herrn und sagte: Hier, die Hälfte meines Vermögens gebe ich den Armen, Herr, und wenn ich von jemandem etwas erpresst habe, will ich es vierfach zurückgeben. 9 Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, denn auch er ist ein Sohn Abrahams. 10 Denn der Menschensohn ist gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist.

    Lukas 19, 1-10

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

    Die Symbolhaftigkeit des Maulbeerfeigenbaums in der Bibel erklärt sich aus seiner Alltagsbedeutung für die Menschen dieser Zeit. So ist der Feigenbaum zu einem Zeichen für Frieden und Lebensglück geworden.

    3 Und er wird für Recht sorgen zwischen vielen Völkern und mächtigen Nationen Recht sprechen, bis in die Ferne. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Sie werden das Schwert nicht erheben, keine Nation gegen eine andere, und das Kriegshandwerk werden sie nicht mehr lernen. 4 Und ein jeder wird unter seinem Weinstock sitzen und unter seinem Feigenbaum, und da wird keiner sein, der sie aufschreckt, denn der Mund des HERRN der Heerscharen hat gesprochen!

    Micha 4, 3-4

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

    Im Mattheusevangelium erklärt Jesus selbst, anhand des Feigenbaumes, wann die Endzeit anbricht. Und im Lukasevangelium gebraucht er den Feigenbaum, der keine Früchte mehr trägt, als Beispiel für sein Gleichnis.

    32 Vom Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Sobald sein Zweig saftig geworden ist und Blätter treibt, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. 33 So auch ihr: Wenn ihr dies alles seht, dann wisst ihr, dass er nahe ist und vor der Tür steht. 34 Amen, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bevor dies alles geschieht. 35 Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen. 36 Jenen Tag aber und jene Stunde kennt niemand, die Engel im Himmel nicht, der Sohn nicht, nur der Vater.

    Matthäus 24, 32-35

    6 Er erzählte aber das folgende Gleichnis: Es hatte einer in seinem Weinberg einen Feigenbaum stehen. Und er kam und suchte Frucht an ihm und fand keine. 7 Da sagte er zu dem Weinbauern: Seit drei Jahren komme ich nun und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Hau ihn um! Wozu soll er auch noch den Boden aussaugen? 8 Der aber antwortet ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich rings um ihn umgegraben und Mist ausgelegt habe. 9 Vielleicht bringt er in Zukunft doch Frucht; wenn aber nicht, dann lass ihn umhauen.

    Lukas 13, 6-9

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

    Die Früchte des Baumes, der Milchsaft, ja sogar seine Blätter, wurden auch oft zu medizinischen Zwecken eingesetzt. So hat der Prophet Jesaja des Königs Chiskijahus Geschwür mit ebenjener Frucht behandelt.

    1 In jenen Tagen wurde Chiskijahu todkrank. Da kam Jesaja, der Sohn des Amoz, der Prophet, zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Bestell dein Haus, denn du stirbst und wirst nicht überleben. 2 Da drehte er sein Angesicht zur Wand und betete zum HERRN: 3 Ach HERR, denk doch daran, dass ich treu und mit ungeteiltem Herzen vor dir gelebt habe und dass ich getan habe, was gut ist in deinen Augen. Und Chiskijahu weinte heftig. 4 Jesaja aber hatte den mittleren Hof noch nicht verlassen, da erging an ihn das Wort des HERRN: 5 Kehr um und sprich zu Chiskijahu, dem Fürsten meines Volks: So spricht der HERR, der Gott Davids, deines Vorfahren: Ich habe dein Gebet gehört, deine Tränen habe ich gesehen. Sieh, ich mache dich gesund; am dritten Tag wirst du hinaufgehen in das Haus des HERRN. 6 Und fünfzehn Jahre werde ich hinzufügen zu deinen Tagen, und dich und diese Stadt werde ich retten aus der Hand des Königs von Assur, und ich werde diese Stadt beschützen um meinetwillen und um Davids, meines Dieners, willen. 7 Und Jesaja sprach: Holt einen Feigenkuchen! Und man holte ihn und legte ihn auf das Geschwür, und da wurde er gesund.

    2. Könige 20, 1-7

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

    Links

    Wikipedia - Die Maulbeerfeige
    Bibelwerk - Die Feige
    Religionslexikon - Die Maulbeerfeige

Aspekt des Monats

April 2018 - Geschichte des reformierten Glaubens

Jeden Monat möchten wir Sie einladen einen Aspekt unseres Glaubens kennen zu lernen. Wenn Sie nicht bis zum nächsten Monat warten wollen, dann sehen Sie sich unseren Glossar an.

  • Elefant
  • Geschichte des reformierten Glaubens

    Die Reformation in Deutschland wurde weitgehend durch Martin Luther bestimmt, auf dessen Erbe sich die Evangelisch-lutherischen beziehen. In der Schweiz wurde die Reformation durch Huldrich Zwingli angestoßen, später breitete sie sich nach Frankreich (und Südwestdeutschland), sowie die Niederlande (und Norddeutschland) vor allem durch Johannes Calvin aus. Die entstehende Kirche wurde aber nicht nach einem Reformator benannt, um eine falsche Bedeutsamkeit von Personen zu vermeiden. Deshalb der eher programmatische Name: reformierte Kirche.

    Bis sich im 18. Jahrhundert allmählich die Aufklärung durchsetzte, richtete sich nach der Regel "cuius regio eius religio" die Konfession eines Landes nach der ihres Fürsten. Als in Brandenburg 1613 der Kurfürst vom lutherischen zum reformierten Bekenntnis übertrat, wurde mit diesem Prinzip erstmals gebrochen. Die Bevölkerung blieb lutherisch. Aber er und die ihm folgenden Kurfürsten begünstigten die Einwanderung Reformierter aus der Schweiz, den Niederlanden, Böhmen und besonders ab 1685 aus Frankreich nach Brandenburg. In der 1817 gebildeten Unionskirche gingen viele reformierte Gemeinden ihrer reformierten Identität verlustig, einige jedoch ließen sich aufgrund ihrer Sprache und Herkunft nicht integrieren und bewahren bis heute das reformierte Erbe in der gemeinsamen unierten Landeskirche. 1972 wurde durch die Leuenberger Konkordie volle gegenseitige Anerkennung und Abendmahlsgemeinschaft hergestellt.

    Links

    Wikipedia - Reformierte Kirchen
    Musee Protestant - Die reformierte Bewegung im 16. Jahrhundert
    Reformiert Online - Reformierte Geschichte

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Wer wir sind

Wir sind eine Kirche der Union. Das heißt: neben einer Mehrheit von lutherischen gibt es unter dem Dach der Landeskirche eine Reihe von deutsch oder französisch reformierten Gemeinden, die in einem eigenen Kirchenkreis verbunden sind. Diesen reformierten Kirchenkreis möchten wir Ihnen mit diesem Internetauftritt vorstellen.

  • Kelch auf Glas
  • Wer Wir Sind

    Die einzelnen Gemeinden des Kirchenkreises haben durch ihre Geschichte und die örtlichen Gegebenheiten unterschiedliche Prägungen, denn ihre jeweilige Eigenständigkeit ist eines ihrer besonderen Merkmale. Was uns eint, ist der Anspruch, nach Gottes Wort reformiert zu sein. Das bedeutet, Strukturen und Aufgaben der Gemeinde so weiterzuentwickeln, dass sie jetzt und in Zukunft in den jeweiligen gesellschaftlichen Herausforderungen bestehen kann. Begründende und leitende Autorität ist dabei das Wort Gottes, wie es uns aus der Bibel lebendig entgegentritt. Mit diesem Verständnis sind wir eingebunden in den großen Kreis der Kirchen des Reformierten Weltbundes, zu dem 105 Millionen Menschen reformierten Glaubens gehören.

    Als Teil der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hoffen wir, mit unserem besonderen Beitrag die Diskussion um den richtigen Weg der Kirchen/Gemeinden im 21. Jahrhundert zu fördern.

  • Kreiskirchenrat

    Der Kreiskirchenrat leitet den Kirchenkreis. Er nimmt die Aufgaben der Kreissynode zwischen deren Tagungen wahr. (Grundordnung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandemburg-schlesische Oberlausitz, Abschnitt 3, Artikel 49, § 1)

  • Kontakt

    Die Vorsitzende des Kreiskirchenrates ist Cornelia Müller, die Pfarrerin mehrerer Gemeinden in der Uckermark.

    Zur Mühle 1
    16247 Ziethen
    Telefon Festnetz: 033364-50600
    E-Mail: vorsitz(at)reformierterkirchenkreis.de

    Um sich mit Pfarrerin Müller in Kontakt zu setzen, können Sie auch das Kontaktformular benutzen.

    Bitte hier klicken!

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