Logokirchenkreis Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz

AKTUELLES

Gottesdienst und Mitmachkonzert - Der "Richardchor"

Sonntag, 24.06., 10 Uhr, Berlin, Neukölln, Richardstr. 97

Die Bethlehemsgemeinde und der Richardchor laden zum Gottesdienst mit anschließendem Mitmachkonzert im Garten der Gemeinde ein.

  • Harmonika Nahaufnahme auf weißem Hintergrund
  • Gottesdienst und Mitmachkonzert - Der "Richardchor"

    Sonntag, 24.06., 10 Uhr, Berlin, Neukölln, Richardstr. 97

    Die Bethlehemsgemeinde und der Richardchor laden zum Gottesdienst mit anschließendem Mitmachkonzert im Garten der Gemeinde ein. Der Richardchor ist ein junger Chor aus Studentinnen und Studenten, der im Repertoire alles zwischen Bach und Beatles hat. In wechselnder Besetzung treffen sie sich immer am Donnerstagabend im Kirchsaal der Bethlehemsgemeinde. Kontakt: Chorleiter Paul: p.j.rossman(at)gmail.com.

AKTUELLES

Konzert - Romanzen, Tänze und mehr

Sonntag, 15.07., 17 Uhr, Köpenick, Schlosskirche, Schlossinsel

Peter Göring (Violine), Andreas Hetze (Orgel) präsentieren ein Programm mit dem Besten aus "klassischer Unterhaltungsmusik". Mit Werken von Richard Wagner, Nikolai Rimski-Korsakow, Aram Chatschaturjan und Sergej Prokofjew.

  • Saiten an Gitarre
  • Konzert
    Romanzen, Tänze und mehr - Beliebte Musiken aus dem 19. und 20. Jahrhundert

    Sonntag, 15.07., 17 Uhr, Köpenick, Schlosskirche, Schlossinsel

    Das Cembalo-Duo Berlin Mira Lange und Sabine Erdmann spielen anlässlich des 350. Geburtstages von Francois Couperin Werke von Couperin, d'Anglebert, le Roux und anderen.

    Werke von Richard Wagner, Nikolai Rimski-Korsakow, Aram Chatschaturjan und Sergej Prokofjew

    Die Großen der klassischen Musik, wie Bach, Beethoven oder Schubert, wären wahrscheinlich nicht auf die Idee zu kommen zwischen Unterhaltungsmusik und Ernster Musik zu unterscheiden. Vielleicht unbeabsichtig haben Wagner, Bizet oder Rimski-Korsakow in ihren Opern Ohrwürmer plaziert. Dagegen haben Chatschaturjan oder Schostakowitsch sich ganz bewusst und mit Liebe, Witz und Ironie der Musik für "Varieté-Orchester" gewidmet und damit großartige Werke geschaffen. Peter Göring an der Violine, und Andreas Hetze an der Orgel haben für Sie ein Programm mit dem Besten aus "klassischer Unterhaltungsmusik zusammen gestellt.

    Am Ausgang bitten wir um einen freiwilligen Beitrag von 6,- bis 10,- Euro.

AKTUELLES

Erzählcafé - Gespräche in gemütlicher Runde

Brandenburg, Gemeindehaus, 29.08., 18.30 Uhr

Das besondere und etwas andere Café. Zuhören, erzählen, genießen. Erfahren Sie mehr von ihrem Mitmenschen. Pfarrer Malte Koopmann leitet diese besondere Reihe, die sich an alle richtet, denen ein bestimmtes Thema am Herzen liegt oder einfach Spaß daran haben einander kennenzulernen. Nicht nur für Gemeindemitglieder!

  • Kaffetasse mit Sofa
  • Erzählcafé - Gespräche in gemütlicher Runde

    Brandenburg, Gemeindehaus

    Das Thema dieses Mal: "Flüchtlinge: Jede Generation hat sie. Was sich nie ändert, was sich ändert."
    Wer hat sie nicht in seiner Familie: Flüchtlinge. Meine Mutter ist Kriegsflüchtling, Tante und Onkel waren Republikflüchtlinge. Was hat sie vertrieben, was haben sie erlebt? Was haben ihre Geschichten mit denen gemein, die wir heute von Geflüchteten kennen? Was hat sich für uns in Deutschland geändert? Zu diesem Abend eingeladen ist auch ein Gast eingeladen, der als „Einzelentscheider“ in Eisenhüttenstadt arbeitet und seine persönlichen Erfahrungen mit in das Gespräch bringen wird.

    Das besondere und etwas andere Café. Zuhören, erzählen, genießen. Erfahren Sie mehr von ihrem Mitmenschen. Pfarrer Malte Koopmann leitet diese besondere Reihe, die sich an alle richtet, denen ein bestimmtes Thema am Herzen liegt oder einfach Spaß daran haben einander kennenzulernen. Nicht nur für Gemeindemitglieder!

    "Erzählcafé – das sagt mir nichts, werden vielleicht viele von Ihnen denken. Verwunderlich ist das nicht, denn die Brandenburger Gemeinde lud erstmals im Dezember zu diesem neuen Veranstaltungsformat ein. Brandenburger und Nicht-Brandenburger, Gemeindeglied oder nicht, Jung oder „nicht mehr ganz so jung“, Nähe zur Kirche oder nicht – jeder ist herzlich willkommen. Zuhören, erzählen, ein Glas Bier oder Wein genießen (oder zwei oder drei...) – künftig öffnet das Erzählcafé in der Ritterstraße einmal im Quartal seine Pforten. Zwar ist das Gemeindehaus kein Kaffeehaus, aber lockere Café-Stimmung lässt sich zaubern. Fehlen nur noch etwas Phantasie und ein spannendes Thema."

    Sabine Dörr

    Wir sorgen wie immer gern für Getränke und Snacks. Sie helfen uns sehr, wenn Sie sich bis zum Montag, 27. August, im Pfarramt anmelden: 03381/ 200200 (auch AB) oder pfarramt.brandenburg(at)reformierterkirchenkreis.de

    Ort und Zeit

    Termin des nächsten Erzählcafés ist der 29. August, ab 18:30 Uhr in Brandenburg, Gemeindehaus, Ritterstraße 94

Losung des Monats

Juni 2018

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.

Hebräer 13,2

  • Vogel
  • Die Jahreslosung 2018

    Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

    Offenbarung 21,6

  • Bibelkontext: Ermahnungen für den Alltag

    1 Die Liebe zu denen, die euch vertraut sind, bleibe! 2 Die Liebe zu denen, die euch fremd sind, aber vergesst nicht - so haben manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt. 3 Denkt an die Gefangenen, weil auch ihr Gefangene seid; denkt an die Misshandelten, weil auch ihr Verletzliche seid. 4 Die Ehe werde bei allen in Ehren gehalten, und das Ehebett bleibe unbefleckt. Denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten. 5 Führt ein Leben frei von Geldgier, begnügt euch mit dem, was da ist. Denn Gott selbst hat gesagt: Ich werde dich niemals preisgeben und dich niemals verlassen. 6 So können wir getrost sagen:
    Der Herr ist mein Helfer, ich werde mich nicht fürchten; was kann ein Mensch mir antun?
    7 Behaltet diejenigen, die die Gemeinde geleitet und euch das Wort Gottes weitergesagt haben, im Gedächtnis; achtet darauf, wie ihr Leben geendet hat, und ahmt ihren Glauben nach. 8 Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. 9 Lasst euch nicht durch schillernde und fremdartige Lehren verführen. Denn es ist gut, dass das Herz gefestigt wird durch Gnade, nicht durch Speisegebote; die sie befolgten, hatten keinen Nutzen davon. 10 Wir haben einen Altar, von dem zu essen keine Vollmacht hat, wer dem Zelt dient. 11 Denn die Leiber der Tiere, deren Blut der Hohe Priester als Sühnopfer ins Heiligtum hineinbringt, werden ausserhalb des Lagers verbrannt. 12 Darum hat auch Jesus, um durch sein eigenes Blut das Volk zu heiligen, ausserhalb des Tors gelitten. 13 Lasst uns also vor das Lager hinausziehen zu ihm und seine Schmach tragen, 14 denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. 15 Durch ihn wollen wir Gott allezeit als Opfer ein Lob darbringen, das heisst die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. 16 Vergesst nicht, einander Gutes zu tun und an der Gemeinschaft festzuhalten, denn an solchen Opfern findet Gott Gefallen. 17 Gehorcht denen, die die Gemeinde leiten, denn sie wachen über eure Seelen und müssen Rechenschaft ablegen, und fügt euch ihnen, damit sie es mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; das wäre für euch ja kein Gewinn.

    Hebräer 13,2

    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

  • Was sind die Losungen?

    Die Losungen sind Gottes Wort für jeden Tag

    Die Losungen sind ein Weg, Gottes Wort mit dem Alltag zu verbinden. Für jeden Tag des Jahres bieten sie [...] Bibelworte [...] aus der christlichen Tradition.

    Die Losungen sind Gottes Wort in 50 Sprachen

    Die Losungen erscheinen in 50 Sprachen in aller Welt. Sie verbinden Menschen unterschiedlicher Kulturen und Konfessionen. Allein in deutscher Sprache haben die Losungen [in gedruckter Form. Anmerk.] eine Auflgae von einer Million Exemplaren.

    Die Losungen sind Gottes Wort seit 283 Jahren

    Die Losungen erscheinen jedes Jahr seit 1731, ohne Unterbrechung. Seither sprechen sie zu ganz unterschiedlichen Menschen, über alle Wechsel der Gesellschaftsordnung hinweg.

    Quelle: Die Losungen 2013. Friedrich Reinhardt Verlag 2012. Covertext.

Rätsel des Monats

Juni 2018

Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebes zum Rebanbau sucht Arbeiter. Jedoch basiert seine Lohnpolitik auf einen Gleichheitsgrundsatz zum Tagesmindestlohn, was seine Arbeiter jedoch nicht wissen. Sukzessive im drei Stunden Rythmus heuert er am Jobcenter Basar immer mehr Arbeiter. Am Ende des Tages ist die Enttäuschung in der Arbeiterschaft über die gehaltliche Gleichbehandlung groß, und der Eigner wird damit konfrontiert. Allerdings beharrt er auf seiner Regel alle seine Arbeiter gleich zu behandeln, und macht ihnen klar das er mit seinem Besitz machen kann, was er will.

  • Rätselblatt
  • Informationen zum Sprachrätsel des Monats

    Die Bibel ist ein Buch voll von Geschichten, deren Plotlinien sich in unser kulturelles Gedächtnis eingeschrieben haben. Monatlich möchten wir ihnen ein biblisches Sprachrätsel präsentieren, dass auf eine dieser Plotlinien verweist.

    Ihre Aufgabe wird sein die Bibelstelle zu finden. Unser Ziel ist es, dass sie mit Spass und Ergeiz ihre detektivischen Fähigkeiten im Buch der Bücher schulen, und durch eifriges lesen der Lösung auf die Spur kommen.

    Manche der Rätsel werden einfacher sein, da sie sich aus kanonischen Geschichten speißen, aber manche werden auch eine harte Nuss, selbst für Belesene, sein. Natürlich werden wir sie nicht allein lassen und ihnen unter "Hilfe" einen kleinen Tipp geben.

    Wir wünschen Ihne viel Spaß beim Lesen und Rätseln

  • Eine kleine Starthilfe

    Natürlich geben wir Ihnen einen kleinen Tipp.

    Lesen Sie das Evangelium des Matthäus. Hier finden sie die Geschichte des Rebsaftproduzenten, der außerdem für seine Arbeiter einen schlauen Lehrsatz hat: "So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte."

  • Lösung

    Matthäusevangelium - Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

    Matthäus 20, 1-16

    1 Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsherrn, der am frühen Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen. 2 Nachdem er sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag geeinigt hatte, schickte er sie in seinen Weinberg. 3 Und als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere ohne Arbeit auf dem Marktplatz stehen, 4 und er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, will ich euch geben. 5 Sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat dasselbe. 6 Als er um die elfte Stunde ausging, fand er andere dastehen, und er sagte zu ihnen: Was steht ihr den ganzen Tag hier, ohne zu arbeiten? 7 Sie sagten zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg! 8 Es wurde Abend und der Herr des Weinbergs sagte zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten bis zu den Ersten. 9 Und als die von der elften Stunde kamen, erhielten sie jeder einen Denar. 10 Und als die Ersten kamen, meinten sie, dass sie mehr erhalten würden; und auch sie erhielten jeder einen Denar. 11 Als sie ihn erhalten hatten, beschwerten sie sich beim Gutsherrn 12 und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt, die wir die Last des Tages und die Hitze ertragen haben. 13 Er aber entgegnete einem von ihnen: Freund, ich tue dir nicht unrecht. Hast du dich nicht mit mir auf einen Denar geeinigt? 14 Nimm, was dein ist, und geh! Ich will aber diesem Letzten gleich viel geben wie dir. 15 Oder ist es mir etwa nicht erlaubt, mit dem, was mein ist, zu tun, was ich will? Machst du ein böses Gesicht, weil ich gütig bin? 16 So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.


    Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2007.

Worte des Monats

Juni 2018

Wer über den Monatsspruch für diesen Juni nachdenkt, kann damit einen neuen Anlauf unternehmen, das Verhältnis zu den Nachbarn neu zu bestimmen. Zu den Nahen und den Fernen.

  • offenes Buch
  • Über die Worte

    Diese neue Sektion auf der Seite des Reformierten Kirchenkreises widmet sich den Mitgliedern, die in den Gemeinden interessante Texte veröffentlichen. Beginnen möchten wir mit den Geistlichen. Jeden Monat veröffentlichen sie interessante Texte in den jeweiligen Gemeindebriefen. Wir möchten diese hier besonders herausheben, ihnen ein kleines Forum geben, so dass sie alle Interessierten schnell finden, lesen, und sich ihre Gedanken machen können.

  • WORTE

    Thema: Nachgedacht: Wer ist da an der Tür?

    Dieses Mal von Malte Koopmann

    Kaum ist man auf dieser Welt, hat man sie. Noch vor der Taufe, manchmal schon, bevor man seinen Vornamen hat. Nachbarn: Egal ob im Nachbarbett der Säuglingsstation oder, zuhause geboren, im Haus nebenan. Und das gibt es immer irgendwo, selbst im unendlichen schwedischen Wald, wo es schon passieren kann, dass man zu Fuß den Weg dahin nicht an einem Tag schaffen würde. Kein Wunder,dass die Skandinavier schon in den 1930er Jahren ein nahezu flächendeckendes Telefonnetz hatten. Da konnte man wenigstens vorher anrufen und nachfragen, ob ein Nachbarschaftsbesuch denn genehm wäre.

    Wenn meine schwedischen Freunde Recht haben, hat das allerdings irgendwann dazu geführt, dass Besuche untereinander immer mehr abnahmen. Kann man doch am Telefon klären, wenn etwas zu klären war. Und sehen kann man sich beim Einkauf im Supermarkt. Der hat seit Jahrzehnten im evangelisch-lutherischen Schweden lange und selbst sonntags geöffnet. Für nicht wenige ist das sogar Ersatz für die persönlichen Begegnungen im Gottesdienst geworden. Für mich war das eine interessante Entdeckung: Da fahren viele Schweden wirklich weite Strecken am Sonntagvormittag in den Supermarkt, um dort ein paar Kleinigkeiten wie Streichhölzer oder eine Flasche Öl oder ein Sixpack Bier zu kaufen. Und dann stehen sie vor oder hinter der Kasse und schwatzen mit ihren Nachbarn, den nahen und fernen.

    Irgendwie haben wir hier im Osten Deutschlands diese Entwicklung, die in Schweden Jahrzehnte dauerte, komprimiert in sehr kurzer Zeit am eigene Leibe erfahren. Bis 1989 waren Besuche selbstverständlich, ja nahezu erzwungen. Man musste beim Nachbarn klingeln, wenn Eier oder Salz zum Kochen ausgegangen waren und der Konsum geschlossen hatte. Ein eigenes Telefon hatte ja kaum jemand. Nach 1989 revolutionierten sich dann unsere Kommunikationsmöglichkeiten: Telefone, Handys, E-Mails und Smartphone-Apps drangen in nur wenigen Jahren in unseren Alltag. Und änderten auch unter uns die Besuchsgewohnheiten.

    Wer über den Monatsspruch für diesen Juni nachdenkt, kann damit einen neuen Anlauf unternehmen, das Verhältnis zu den Nachbarn neu zu bestimmen. Zu den Nahen und den Fernen. „Vergesst nicht, gastfrei zu sein. Durch ihre Gastfreundlichkeit haben einige, ohne es zu wissen, Engel bei sich aufgenommen.“ (Hebräer 13,2) Ein polnisches Sprichwort sagt es kürzer so: „Gast im Haus ist Gott im Haus.“ Grundsätzlich ist das ja auch wahr, ist nach jüdisch-christlicher Überzeugung doch jeder Mensch Ebenbild Gottes. Doch unter diesen Ebenbildern gibt es eben nicht wenige, die es einem schwer machen, sie zu mögen. Leider: Sonst bräuchten wir keine Polizei mit Spezialisten für Einbruchdiebstahl oder gar Kapitalverbrechen. Und auch niemanden, der entscheiden muss, ob ein Mensch in rechtsstaatlicher Sicht Flüchtling ist oder nicht. Und weniger schwerwiegend: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“ - das ist nicht nur bei Friedrich Schiller zu lesen. Das erleben viele Menschen wesentlich öfter, als es gut sein kann. Und dann klingelt es an der Tür, draußen steht einer auf Wanderschaft und hätte gern ein Nachtquartier...

    Bei der Entscheidung, ob man einen Fremden einlässt oder nicht, hilft einem der Monatsspruch nicht wirklich weiter. „Risiken und Nebenwirkungen“ einzuschätzen kann einem niemand abnehmen. Aber er hilft, die Chancen zu durchdenken, die ein Besuch hat. Bei allen Risiken, die ein Besuch birgt, gibt es nämlich auch sehr oft „Gastgeschenke“. Vor allem, wenn Engel zu Besuch waren. Sie ändern Denkrichtungen, lassen einen etwas neu organisieren, zeigen einen anderen Blickwinkel. Bringen Nähe und Ausgelassenheit in das eigene Leben. Oder eine Flasche Wein, die ich noch nie probiert habe.

    Egal, ob ich besucht werde oder besuche: Es gibt Grund genug, die Tür öfter wieder zu öffnen, Gäste einzuladen oder sich auch selbst einzuladen, „Umstände zu machen“ und die „Mauern“ um sich herum zumindest etwas abzusenken. Denn Gott hält Engelserfahrungen für mein Leben bereit.

    Malte Koopmann

    Quelle: Gemeindeblatt des Evangelisch-reformierten Pfarrsprengels Brandenburg-Hohenbruch. Juni - August 2018. Malte Koopmann.

SERIE - Pflanzen in der Bibel

Die Senfpflanze und seine Frucht

Schon in der Antike waren viele verschiedene senfähnliche Pflanzen bekannt. Bei der Art von Senfpflanze, die im Neuen Testament genannt wird, handelt es sich wahrscheinlich um den schwarzen Senf (brassica nigra).

  • Senfkörner Großaufnahme
  • Serie Pflanzen in der Bibel - Die Senfpflanze und seine Frucht

    Schon in der Antike waren viele verschiedene senfähnliche Pflanzen bekannt. In griechischen Texten wurden diese napy, sinapi, sinapis genannt. Was sich heute noch in den botanischen Namen widerspiegelt. So werden Senfe "Sinapis" genannt, und die Nutzpflanze der Weiße Senf ist als "Sinapis alba" bekannt. Auch in hebräischen Texten kommen diese Pflanzen vor, man sprach von "hardal" oder gebrauchte das aramäische "hardla". Jedoch finden diese keine Erwähnung im Alten Testament. Bei der Art von Senfpflanze, die im Neuen Testament genannt wird, handelt es sich wahrscheinlich um den schwarzen Senf (brassica nigra). Der Schwarze Senf ist eine einjährige krautige Pflanze, die in ihrer Höhe zwischen 30cm bis zu 3,10 Metern erreicht. Beheimatet sind die Senfpflanzen, die zur Familie der Kreuzblütengewächse gehören, im östlichen Mittelmeerraum.

    Senf wird entweder als Gewürz, Öl oder als Heilpflanze gebraucht. Die reifen Senfsamen werden getrocknet und können direkt als Gewürz verwendet werden, oder es wird das Öl extrahiert, dass mit etwa 30 % enthalten ist. Die Verwendung des Öls ist mit Vorsicht zu genießen, da es einen hohen Teil an ungesättigten Fettsäuren enthält.

    Die Hauptmotive für die das Senfkorn verwendet werden sind einerseits das aus kleinen Anfängen etwas Großes werden kann, und andererseits repräsentiert es die Kraft des Glaubens.

    Das Gleichnis vom Senfkorn findet sich bei Markus, Lukas und bei Matthäus. Die drei Versionen unterscheiden sich in ihrer Herangehensweise an die Aussage das aus etwas kleinem etwas Großes erwachsen kann. Dies nährt sich aus der Erfahrung im Wachstumszyklus der Senfpflanze, die immerhin im Mittelmeerraum eine Größe von zwei bis drei Meter erreichen kann und eine dichte buschige Verzweigung hat, und so ziemlich imposant wirken kann, während das Senfkorn winzig ist. Bei Matthäus und Markus wird eine Wachstumsmetapher benutzt, um zur Größe des Reiches Gottes zu kommen, während Lukas den Direkten Weg wählt.

    31 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das einer nahm und auf seinen Acker säte. 32 Es ist zwar das kleinste unter allen Samenkörnern, aber sobald es hochgewachsen ist, ist es grösser als alle anderen Gewächse und wird ein Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.

    Matthäus 13, 31-32

    30 Und er sprach: Wie sollen wir das Reich Gottes abbilden? In welchem Gleichnis sollen wir es darstellen? 31 Es ist wie ein Senfkorn, das kleinste unter allen Samenkörnern auf Erden, das in die Erde gesät wird. 32 Ist es gesät, geht es auf und wird grösser als alle anderen Gewächse und treibt so grosse Zweige, dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

    Markus 4, 30-32

    18 Nun sprach er: Wem ist das Reich Gottes gleich, womit soll ich es vergleichen? 19 Es ist einem Senfkorn gleich, das einer nahm und in seinen Garten säte. Und es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen.

    Lukas 13, 18-19

    Auf die Kraft des Glaubens verweist das Jesuslogion in Lukask 17,6: Danach genügt ein Glaube so klein wie ein Senfkorn, die größten Dinge zu vollbringen.

    5 Und die Apostel sagten zum Herrn: Gib uns mehr Glauben! 6 Der Herr aber sprach: Hättet ihr Glauben wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiss dich samt den Wurzeln aus und verpflanze dich ins Meer! - und er würde euch gehorchen.

    Lukas 17, 5-6

    Noch deutlicher hören wir bei Matthäus über die Macht des Glaubens.

    19 Da traten die Jünger zu Jesus, und als sie unter sich waren, sagten sie: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? 20 Er antwortet ihnen: Wegen eures Kleinglaubens! Denn, amen, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, werdet ihr zu diesem Berg sagen: Bewege dich von hier nach dort, und er wird sich wegbewegen; und nichts wird euch unmöglich sein.

    Matthäus 17, 19-21

Aspekt des Monats

Juni 2018 - Das Hohelied

Jeden Monat möchten wir Sie einladen einen Aspekt unseres Glaubens kennen zu lernen. Wenn Sie nicht bis zum nächsten Monat warten wollen, dann sehen Sie sich unseren Glossar an.

  • Elefant
  • Hohelied

    Der Buchtitel ‚Hohelied‘ ist eine der schönen Wortschöpfungen in Martin Luthers Bibelübersetzung, seine Übertragung des hebräischen Originaltitels shir ha-shirim – wörtlich: Lied der Lieder, also: das allerschönste Lied. Es ist eine Sammlung von Liebesliedern, zum größten Teil in direkter Rede von einer jungen Frau und einem jungen Mann vorgetragen. Sie wurde im Rahmen der Weisheitsliteratur in den biblischen Kanon aufgenommen und steht dort im vierten und letzten Teil Schrifttum (hebr. ketubim); im christlichen Alten Testament findet sie sich im mittleren Teil. Wahrscheinlich wurde aufgrund des eher weltlichen als religiösen Inhalts die Autorität des wegen seiner Weisheit (wie seines Reichtums) legendären israelischen Königs Salomo als Verfasser bemüht. Das haben diese Liebeslieder mit den beiden anderen Büchern unter derselben (fiktiven) Autorenschaft gemeinsam: Dem Buch der Sprüche (hebr. mischle) – Sprichwörtern, praktisch-philosophischen Le­­bens­weisheiten – und dem Buch Prediger (auch ein Ausdruck Luthers; hebr. kohelet) – einer pessimistisch gestimmten Betrachtung menschlicher Existenz in einer, wenn überhaupt, nur schwer begreifbaren Welt.

    In dem Buch Hohelied schildern eine junge Frau ihre Sehnsucht nach dem Geliebten und die Vereinigung mit ihm und ein junger Mann seine Sehnsucht nach der Geliebten und ihre Zusammengehörigkeit; wechselseitig sprechen sie ihre Bewunderung für­ein­ander aus. Höhepunkt des Buches ist ein Preislied auf die überwältigende Macht der Liebe: „Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz / so wie das Siegel, dir am Arm // Denn stark wie der Tod ist die Liebe / hart wie das Totenreich die Leidenschaft // Ihre Glut ist feurig / ein Gottesflammen. (Hld 8,6) Bei den Gedichten des Hohelieds handelt es sich um anonymes Liedgut unterschiedlichen Alters. Ihre Zusammenfassung in einem Buch wird aufgrund persischer und griechischer Lehnwörter im allgemeinen auf das 3. Jh. v. Chr. datiert. Unter Einfluss der hellenistischen Lyrik besann man sich in dieser Zeit in Israel auf die eigene lyrische Tradition. Die Texte spielen sowohl im ländlichen (die Geliebte ein Hirtenmädchen) als auch im städtischen Milieu. Ungefähr die Hälfte sind Hochzeitslieder, kenntlich an der Bezeichnung ‚König‘, für den Geliebten als Bräutigam, ebenso an die Bezeichnungen ‚Schwester‘ und ‚Bruder‘ für Braut und Bräutigam. Die hebräische Lyrik kennt so gut wie keine Reime. Charakteristisch ist hingegen der parallelismus membrorum, eine aus zwei Halbversen bestehende poetische Form, deren Halbverse in formaler wie inhaltlicher Parallelität zueinander stehen; beispielsweise: „Sieh doch, dahin ist der Winter / vorbei, vorüber der Regen.“ (Hld 2,11)

    Der weltliche Inhalt des Hohelieds wird in der jüdischen Tradition sinnbildlich (allegorisch) für die Beziehung Gottes zu seinem Volk Israel als Liebesverhältnis, Brautschaft und Ehe ausgelegt. Der (heilige) Gottesname kommt im Buch nicht vor. Seinen Platz in der Liturgie des Synagogengottesdienstes hat es unter den Festrollen (hebr. megilloth) des Passahfestes (hebr. pessach) – dem Gedenken an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Knechtschaft. Dabei passt die Jahreszeit, in der das Fest gefeiert wird, zur frühlingshaften Poesie der Lieder. (In diesem Jahr wird Passah vom 11.–18. April gefeiert, parallel zu Ostern.) Das Christentum übernahm die jüdische allegorische Auslegung und erweiterte sie im Sinne der Beziehung von Christus zu seiner Gemeinde. Mit dem Kirchenvater Origines († 254) setzte eine neue, mystische Interpretation ein: das Gegenüber von Gottes Wort und der Einzelseele des Menschen. Aus diesem Ansatz entwickelte sich die christliche Brautmystik – die Liebesvermählung der Menschenseele mit Gott –, die im 12. Jh. in den Hoheliedpredigten, den 86 Sermones, des Bern­hard von Clairvaux († 1153) ihren wirkungsvollsten Ausdruck fand.

    Standen weltliche und religiöse Interpretation des Hohelieds anfangs noch gleichberechtigt nebeneinander, so galt vielen im 3. Jh. n. Chr. wegen seines erotischen Inhalts das Hohelied zunehmend als anstößig, manche wollten es (wie den Prediger) aus dem biblischen Kanon entfernen. Der weltliche Gebrauch, wie das Singen auf Hochzeiten, wurde verboten. Die allegorische Deutung wurde bestimmend. Erst mit der Aufklärung setzte eine weltlich-literarische Würdigung ein, wie beispielsweise durch Johann Gottfried Herders Sammlung ‚Lieder der Liebe: Die ältesten und schönsten aus Morgenlande ‘ von 1778.

    War in früheren Zeiten die weltliche Aneignung des Hohelieds umstritten, so ist es heutzutage die religiöse, allegorische. So meint die reformierte Theologin Silvia Schroer: „Das Hohelied ist ein Lobpreis auf die Schöpfung, hier werden Sexualität und Erotik als eine wunderbare Gabe der Natur und damit Gottes gewürdigt. … Ich will kein Zurück zur allegorischen Deutung, das wäre ein Rückfall in alte Denkmuster, die wir längst als frauen-, leib- und sexualfeindlich entlarvt haben.“ Ihr katholischer Kollege Ludger Schwienhorst-Schönberger hat dagegen nichts gegen eine allegorische Interpretation, benutzt doch das Neue Testament im Blick auf Christus und das Verhältnis Gottes zu den Menschen die poetischen Bilder von Braut und Bräutigam und von der für Christen geltenden Einheit von Altem und Neuem Testament ist auszugehen. Der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani, selber Muslim, findet die erotische Liebe eine sehr schöne Allegorie des Verhältnisses Gott Mensch(en). Soll es nicht möglich sein, die weltliche und allegorische Aneignung des Hohelieds nebeneinander stehen zu lassen, wie es offensichtlich in der Frühzeit üblich war? Können wir etwa mit unserer modernen, emanzipierten Sichtweise die liturgische Lesung des Hohelieds beim Passahfest – die in dem allegorischen Verständnis gründet – als „frauen-, leib- und sexualfeindlich“ kritisieren? Eine solche Kritik mutete allerdings eher ideologisch als spirituell an und wäre wieder mal ein Indiz dafür, wie sehr die Evangelische Kirche dem Zeitgeist hinterher läuft.

    Quelle: Günther Matthes. Gemeindeblatt der Evangelisch-reformierten Bethlehemsgemeinde. April-Mai 2017. S.7-9.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Wer wir sind

Wir sind eine Kirche der Union. Das heißt: neben einer Mehrheit von lutherischen gibt es unter dem Dach der Landeskirche eine Reihe von deutsch oder französisch reformierten Gemeinden, die in einem eigenen Kirchenkreis verbunden sind. Diesen reformierten Kirchenkreis möchten wir Ihnen mit diesem Internetauftritt vorstellen.

  • Kelch auf Glas
  • Wer Wir Sind

    Die einzelnen Gemeinden des Kirchenkreises haben durch ihre Geschichte und die örtlichen Gegebenheiten unterschiedliche Prägungen, denn ihre jeweilige Eigenständigkeit ist eines ihrer besonderen Merkmale. Was uns eint, ist der Anspruch, nach Gottes Wort reformiert zu sein. Das bedeutet, Strukturen und Aufgaben der Gemeinde so weiterzuentwickeln, dass sie jetzt und in Zukunft in den jeweiligen gesellschaftlichen Herausforderungen bestehen kann. Begründende und leitende Autorität ist dabei das Wort Gottes, wie es uns aus der Bibel lebendig entgegentritt. Mit diesem Verständnis sind wir eingebunden in den großen Kreis der Kirchen des Reformierten Weltbundes, zu dem 105 Millionen Menschen reformierten Glaubens gehören.

    Als Teil der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hoffen wir, mit unserem besonderen Beitrag die Diskussion um den richtigen Weg der Kirchen/Gemeinden im 21. Jahrhundert zu fördern.

  • Kreiskirchenrat

    Der Kreiskirchenrat leitet den Kirchenkreis. Er nimmt die Aufgaben der Kreissynode zwischen deren Tagungen wahr. (Grundordnung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandemburg-schlesische Oberlausitz, Abschnitt 3, Artikel 49, § 1)

  • Kontakt

    Die Vorsitzende des Kreiskirchenrates ist Cornelia Müller, die Pfarrerin mehrerer Gemeinden in der Uckermark.

    Zur Mühle 1
    16247 Ziethen
    Telefon Festnetz: 033364-50600
    E-Mail: vorsitz(at)reformierterkirchenkreis.de

    Um sich mit Pfarrerin Müller in Kontakt zu setzen, können Sie auch das Kontaktformular benutzen.

    Bitte hier klicken!

Sitemap

Logokirchenkreis Berlin Brandenburg Schlesische Oberlausitz EKBO Marke