Geleitwort des Monats

Januar 2020

Die Worte des Monats geben Halt und informieren Sie über theologische Aspekte. Dieses Mal sind die Worte von Pfarrerin Carolin Springer.

Viele sagen:„Wer wird uns Gutes sehen lassen?“
HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes! — Psalm 4,7

Eigentlich habe ich mir immer gerne „gute Vorsätze“ überlegt. Doch dieses Jahr gehe ich ohne Vorsätze, dafür voller Sehnsucht, von 2020 zu 2021. Ja, schon jetzt zu Beginn der Adventszeit sehne ich mich danach, dass ich Gutes sehe, dass es eine gute, eine gesegnete Zeit wird. Trotz all den Einschränkungen, dem Ungewohnten und auch Unberechenbaren, das uns seit Beginn der Pandemie begleitet.

„Viele sagen: ‚Wer wird uns Gutes sehen lassen?‘“ — heißt es in Psalm 4. Gehöre ich auch zu den „Vielen“ von denen der Psalmbeter spricht? Nein, ehrlich gesagt nicht. Ich weiß tief in meinem Herzen, wer uns Gutes sehen lassen wird. Ich halte mich auch mit meiner Sehnsucht an Gott fest.

Gott lässt uns Gutes sehen. Das haben wir schon oft erfahren dürfen. Und deshalb gibt mir auch in diesem so anderen Advent und in diesem so anderen Jahreswechsel genau diese Gewissheit Trost und Zuversicht. Und ich möchte einstimmen in die Worte des Beters: „Herr, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!“ Ja, Gott, lass es leuchten über uns und in uns, lass es leuchten in den Häusern und auf den Straßen, lass es leuchten in den Kirchen und auf den Plätzen, lass es leuchten in den Augen der Kinder und der Alten, lass es leuchten bei den Kranken und den Sterbenden, lass es leuchten in Stadt und Land. Lass es leuchten, Gott, heute, morgen und allezeit!

Quelle: Gemeindebrief Köpenick-Neukölln, Januar 2021. Carolin Springer.