Rätsel des Monats

 

Januar 2019

 

Die Bibel ist ein Buch voll von Geschichten, deren Plotlinien sich in unser kulturelles Gedächtnis eingeschrieben haben. Monatlich möchten wir ihnen ein biblisches Sprachrätsel präsentieren, dass auf eine dieser Plotlinien verweist. Ihre Aufgabe wird sein die Bibelstelle zu finden. Unser Ziel ist es, dass sie mit Spass und Ergeiz ihre detektivischen Fähigkeiten im Buch der Bücher schulen, und durch eifriges lesen der Lösung auf die Spur kommen. Manche der Rätsel werden einfacher sein, da sie sich aus kanonischen Geschichten speißen, aber manche werden auch eine harte Nuss, selbst für Belesene, sein. Natürlich werden wir sie nicht allein lassen und ihnen unter einen kleinen Tipp geben.

Wir wünschen Ihne viel Spaß beim Lesen und Rätseln

Um welche Bibelstelle handelt es sich?

Achtung! Im Januar suchen wir gleich zwei Bibelstellen in unserem Doppelrätsel: (1)Kurier und professioneller Deuter von Visionen wird auf präkere Mission zu einer jungen Frau entsandt, die sich mehr über seinen Sprachduktus als über ihn wundert. Nachdem er ihr die Nachricht überbracht und die daraus erwachsenen Konsequenzen erleutert hat, fragt sie sich wie sie dies mit den Traditionen und Riten ihrer Zeit in Einklang bringen soll. Dies leuchtet ihm ein und er verspricht ihr, dass man sich darum kümmern werde. (2) Der frisch vertraute der Frau erfährt nach Gelöbnis von den oben erwähnten Konsequenzen. Archaische Riten raten zur Steinigung oder Bannung, aber im Traum wird ihm angeraten in diesem Falle die Tradition zu misachten. Dannach gibt es noch eheliches Happy End und familiäres Glück.

Natürlich geben wir Ihnen einen kleinen Tipp.

Dieses Mal ist es der Anfang der bekanntesten Geschichte von allen, und gleich zwei Mal, da es sich hierbei um ein Doppelrätsel handelt, dass heisst, finden sie die zwei gesuchten Bibelstellen(1+2).

Lösung

(1) Die Ankündigung der Geburt Jesu

Lukas 1, 26-38

26 Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa mit Namen Nazaret gesandt, 27 zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Mann aus dem Hause Davids mit Namen Josef, und der Name der Jungfrau war Maria. 28 Und er trat bei ihr ein und sprach: Sei gegrüsst, du Begnadete, der Herr ist mit dir! 29 Sie aber erschrak über dieses Wort und sann darüber nach, was dieser Gruss wohl zu bedeuten habe. 30 Und der Engel sagte zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott: 31 Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. 32 Dieser wird gross sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben, 33 und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. 34 Da sagte Maria zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich doch von keinem Mann weiss? 35 Und der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das gezeugt wird, Sohn Gottes genannt werden. 36 Schau auf Elisabet, deine Verwandte, auch sie hat einen Sohn empfangen in ihrem Alter; und dies ist der sechste Monat für sie, die doch als unfruchtbar galt. 37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. 38 Da sagte Maria: Ja, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast! Und der Engel verliess sie.

(2) Die Geburt Jesu

Lukas 1, 26-38

18 Mit der Geburt Jesu Christi aber verhielt es sich so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt. Noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte es sich, dass sie schwanger war vom heiligen Geist. 19 Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht blossstellen wollte, erwog, sie in aller Stille zu entlassen. 20 Während er noch darüber nachdachte, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen, denn was sie empfangen hat, ist vom heiligen Geist. 21 Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von ihren Sünden retten. 22 Dies alles ist geschehen, damit in Erfüllung gehe, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: 23 Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben. Das heisst: ‹Gott mit uns›. 24 Als Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. 25 Er erkannte sie aber nicht, bis sie einen Sohn geboren hatte; und er gab ihm den Namen Jesus.

Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2008.