Rätsel des Monats

 

April 2019

 

Die Bibel ist ein Buch voll von Geschichten, deren Plotlinien sich in unser kulturelles Gedächtnis eingeschrieben haben. Monatlich möchten wir ihnen ein biblisches Sprachrätsel präsentieren, dass auf eine dieser Plotlinien verweist. Ihre Aufgabe wird sein die Bibelstelle zu finden. Unser Ziel ist es, dass sie mit Spass und Ergeiz ihre detektivischen Fähigkeiten im Buch der Bücher schulen, und durch eifriges lesen der Lösung auf die Spur kommen. Manche der Rätsel werden einfacher sein, da sie sich aus kanonischen Geschichten speißen, aber manche werden auch eine harte Nuss, selbst für Belesene, sein. Natürlich werden wir sie nicht allein lassen und ihnen unter einen kleinen Tipp geben.

Wir wünschen Ihne viel Spaß beim Lesen und Rätseln

Um welche Bibelstelle handelt es sich?

Reeder wieder Willens investiert sein gesammtes Kapital, Lebenszeit und Arbeitskraft, aufgrund von Hörensagens, in den Bau eines vorsintflutlichen Kreuzfahrtschiffes. Sein Informant trägt ihm auf sich auf Pärchen als Kundschaft zu spezialisieren. Als die Kreuzfahrt schließlich beginnt erscheint der Ozean endlos und die Fahrt zieht sich mehr in die Länge als gedacht; und da an Orientierung und Navigation vorher nicht gedacht wurde, muss man sich nun auf gefiederte Freunde verlassen, um wieder zurück an Land zu finden.

Natürlich geben wir Ihnen einen kleinen Tipp.

Eine Taube ist des Heroen wichtigstes Navigationsinstrument und ein Blatt im Schnabel ist sein Signal Anker zu legen. Die Geschichte ist eine des Alten Testaments.

Lösung

Noah und die Sintflut

Genesis 6-8

5 Der HERR aber sah, dass die Bosheit des Menschen gross war auf Erden und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens allezeit nur böse war. 6 Da reute es den HERRN, dass er den Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen. 7 Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, den Menschen samt dem Vieh, den Kriechtieren und den Vögeln des Himmels, denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. 8 Noah aber hatte Gnade gefunden in den Augen des HERRN. 9 Dies ist die Geschichte Noahs: Noah war ein gerechter Mann und vollkommen unter seinen Zeitgenossen; Noah lebte mit Gott. 10 Und Noah zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet. 11 Und die Erde verdarb vor Gott, und die Erde wurde voll von Gewalttat. 12 Und Gott sah die Erde, und sieh, sie war verdorben, denn der Weg allen Fleisches war verdorben auf Erden. 13 Da sprach Gott zu Noah: Das Ende allen Fleisches ist bei mir beschlossen, denn durch sie ist die Erde voller Gewalttat. So verderbe ich sie zusammen mit der Erde. 14 Mache dir eine Arche aus Goferholz; statte die Arche mit Kammern aus, und dichte sie innen und aussen ab mit Pech. 15 Und so sollst du sie machen: dreihundert Ellen soll die Länge der Arche sein, fünfzig Ellen ihre Breite und dreissig Ellen ihre Höhe. 16 Ein Giebeldach sollst du der Arche machen und es oben um eine Elle anheben, und die Tür der Arche sollst du an der Seite anbringen. Ein unteres, ein zweites und ein drittes Stockwerk sollst du machen. 17 Ich aber, ich will die Sintflut - das Wasser - über die Erde kommen lassen, um alles Fleisch unter dem Himmel, das Lebensatem in sich hat, zu verderben. Alles, was auf der Erde ist, soll umkommen. 18 Mit dir aber will ich meinen Bund aufrichten. So geh in die Arche, du und mit dir deine Söhne, deine Frau und die Frauen deiner Söhne. 19 Und von allem, was lebt, von allem Fleisch, bringe je zwei in die Arche, um sie mit dir am Leben zu erhalten. Je ein Männchen und ein Weibchen soll es sein. 20 Von den Vögeln nach ihren Arten, vom Vieh nach seinen Arten, von allen Kriechtieren auf dem Erdboden nach ihren Arten sollen je zwei zu dir kommen, damit du sie am Leben erhältst. 21 Du aber, nimm dir von allem, was man essen kann, mit und lege es dir als Vorrat an, damit es dir und ihnen zur Nahrung diene. 22 Und Noah tat es. Ganz wie Gott es ihm geboten hatte, so machte er es.

1 Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus, denn dich allein habe ich für gerecht vor mir befunden unter dieser Generation. 2 Von allen reinen Tieren nimm dir je sieben, Männchen und Weibchen, von den Tieren aber, die nicht rein sind, je zwei, ein Männchen und ein Weibchen, 3 auch von den Vögeln des Himmels je sieben, Männchen und Weibchen, um auf der ganzen Erde Nachwuchs am Leben zu erhalten. 4 Denn noch sieben Tage, dann will ich regnen lassen auf die Erde, vierzig Tage und vierzig Nächte lang, und will alle Wesen, die ich gemacht habe, vom Erdboden vertilgen. 5 Und Noah machte es, ganz wie der HERR es ihm geboten hatte. 6 Und Noah war sechshundert Jahre alt, als die Sintflut - das Wasser - über die Erde kam. 7 Und Noah ging mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor dem Wasser der Sintflut in die Arche. 8 Von den reinen Tieren und von den Tieren, die nicht rein sind, von den Vögeln und von allem, was auf dem Erdboden kriecht, 9 gingen je zwei, ein Männchen und ein Weibchen, zu Noah in die Arche, wie Gott es Noah geboten hatte. 10 Als die sieben Tage um waren, kam das Wasser der Sintflut über die Erde. 11 Im sechshundertsten Lebensjahr Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der grossen Urflut auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich. 12 Und der Regen strömte auf die Erde, vierzig Tage und vierzig Nächte lang. 13 An eben diesem Tag gingen Noah, die Söhne Noahs Sem, Ham und Jafet, die Frau Noahs und mit ihnen die drei Frauen seiner Söhne in die Arche. 14 Sie und alle Wildtiere nach ihren Arten, alles Vieh nach seinen Arten und alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen, nach ihren Arten und alle Vögel nach ihren Arten, alles, was fliegt, was Flügel hat: 15 die gingen zu Noah in die Arche, je zwei von allem Fleisch, das Lebensatem in sich hat. 16 Und die hineingingen, waren je ein Männchen und ein Weibchen von allem Fleisch, wie Gott es ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu. 17 Da kam die Sintflut vierzig Tage lang über die Erde. Und das Wasser stieg und hob die Arche, so dass sie hoch über der Erde schwamm. 18 Und das Wasser schwoll an und stieg gewaltig auf der Erde, und die Arche trieb auf dem Wasser dahin. 19 Das Wasser aber schwoll immer mächtiger an auf der Erde, so dass alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel sind, bedeckt wurden. 20 Fünfzehn Ellen darüber hinaus schwoll das Wasser an, so dass die Berge bedeckt wurden. 21 Da kam alles Fleisch um, das sich auf der Erde regte, Vögel, Vieh, Wildtiere und alles, was auf der Erde wimmelte, auch alle Menschen. 22 Alles, was Leben atmete, was auf dem Trockenen lebte, starb. 23 So vertilgte er alle Wesen, die auf dem Erdboden waren, Menschen, Vieh, Kriechtiere und die Vögel des Himmels, sie wurden vertilgt, von der Erde weg. Übrig blieb nur Noah und was mit ihm in der Arche war. 24 Das Wasser aber schwoll an auf der Erde, hundertfünfzig Tage lang.

1 Da dachte Gott an Noah und an alles Wild und alles Vieh, das bei ihm in der Arche war. Und Gott liess einen Wind über die Erde wehen, und das Wasser sank. 2 Die Quellen der Urflut und die Fenster des Himmels schlossen sich, und der Regen wurde vom Himmel zurückgehalten. 3 Da verlief sich das Wasser immer mehr von der Erde, und das Wasser nahm ab nach hundertfünfzig Tagen. 4 Im siebten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, setzte die Arche auf den Bergen von Ararat auf. 5 Und das Wasser nahm weiter ab bis zum zehnten Monat. Im zehnten Monat, am ersten des Monats, wurden die Spitzen der Berge sichtbar. 6 Und nach vierzig Tagen öffnete Noah das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, 7 und liess einen Raben hinaus. Der flog hin und her, bis das Wasser auf der Erde weggetrocknet war. 8 Dann liess er eine Taube hinaus, um zu sehen, ob sich das Wasser vom Erdboden verlaufen hätte. 9 Aber die Taube fand keinen Ort, wo ihre Füsse ruhen konnten, so kehrte sie zu ihm in die Arche zurück, denn noch war Wasser überall auf der Erde. Da streckte er seine Hand aus, fasste sie und nahm sie zu sich in die Arche. 10 Hierauf wartete er noch weitere sieben Tage, dann liess er die Taube wieder aus der Arche. 11 Und die Taube kam um die Abendzeit zu ihm zurück, und sieh da, sie hatte ein frisches Ölblatt in ihrem Schnabel. Da wusste Noah, dass sich das Wasser von der Erde verlaufen hatte. 12 Hierauf wartete er noch weitere sieben Tage, dann liess er die Taube hinaus, und sie kehrte nicht mehr zu ihm zurück. 13 Im sechshundertersten Jahr, im ersten Monat am ersten Tag des Monats, war das Wasser von der Erde weggetrocknet. Da hob Noah das Dach der Arche ab und schaute hinaus, und sieh, der Erdboden war trocken geworden. 14 Und im zweiten Monat, am siebenundzwanzigsten Tag des Monats, war die Erde ganz trocken. 15 Da redete Gott zu Noah und sprach: 16 Geh aus der Arche, du und mit dir deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne. 17 Und alle Tiere, die bei dir sind, alles Fleisch: die Vögel, das Vieh und alle Kriechtiere, die auf der Erde sich regen, die lass mit dir heraus, dass sie wimmeln auf der Erde und fruchtbar seien und sich mehren auf der Erde. 18 Da ging Noah hinaus, und mit ihm seine Söhne, seine Frau und die Frauen seiner Söhne. 19 Auch alle Tiere, alle Kriechtiere und alle Vögel, alles, was auf der Erde sich regt, Art um Art gingen sie aus der Arche. 20 Und Noah baute dem HERRN einen Altar. Dann nahm er von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte Brandopfer dar auf dem Altar. 21 Und der HERR roch den beschwichtigenden Duft, und der HERR sprach bei sich selbst: Nie werde ich wieder die Erde verachten um des Menschen willen. Denn das Trachten des Menschenherzens ist böse von Jugend an. Und nie werde ich wieder schlagen, was da lebt, wie ich getan habe. 22 Solange die Erde währt, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

Quelle: Züricher Bibel. Theologischer Verlag Zürich 2008.